Das ist unser Moment

Freunde, no FOMO! Zumindest im herk├Âmmlichen Sinn ­čśë Aber, immer FOMO nach der Definition von Jago: „Focus On Main Objectives“. Also, keine Sorgen um ungelegte Eier machen. Ihr erinnert Euch doch noch an meinen Post? Ansonsten einfach noch mal schnell den Post von letzter Woche durchlesen. Da erkl├Ąre ich das alles im Detail. Wir warten hier so lange auf Euch…

Ah, da seid ihr ja wieder! O.k., dann starten wir mal in den heutigen Post. Ich habe noch mal ├╝ber die „Magie des Moments“ nachgedacht und mich dazu entschieden, nach mal an die Thematik anzukn├╝pfen.

Warum ist der Moment magisch? Der Moment ist jetzt. Er findet unmittelbar statt und bildet unsere Realit├Ąt. Faszinierend, wenn man mal dar├╝ber nachdenkt. Alles was wir aktiv erleben ist der Moment. Die Vergangenheit ist abgeschlossen. Sie ist nicht mehr zu ├Ąndern. Gut oder schlecht, da kommen wir nicht mehr ran. Man k├Ânnte also sagen die Vergangenheit ist „out“ (im Gegensatz zu „in“). Oder auch: „Vergangenheit? Oh ne, die ist ja so was von grade eben…“.

Zukunft

Zukunft? Ist ein Konstrukt, das uns helfen soll die potentiellen M├Âglichkeiten von dem was kommt anzudenken. „Anzudenken“ im Gegensatz zu „durchdenken“, denn das geht ja nicht. Wir wissen ja nicht was es zu durchdenken gibt. Keiner von uns wei├č mit Sicherheit, wie die Zukunft aussehen wird. Und je weiter zeitlich entfernt diese Zukunft vom jetzigen Moment ist, desto vager k├Ânnen wir ├╝berhaupt bedenken (geht auch), was kommen wird oder k├Ânnte.

Alles was uns bleibt

Genau genommen haben wir also nur den Moment, das Jetzt. Das Problem mit dem Moment ist, dass er immer so schnell vorbei geht. Schwups, wieder ein Moment um… und noch einer… Und je mehr in unserem Leben vor sich geht, hadern mit der Vergangenheit, Sorgen wegen der Zukunft, desto weniger erfahren wir den Moment. Wir w├╝rdigen ihn nich genug. Ich sage nicht „nie“, denn manchmal gelingt es uns ja. Z.B. in Momenten unb├Ąndiger Freude! (Wenn dein Lieblingsverein ein Tor schie├čt ­čśë ) Dann sind wir ganz im Jetzt und f├╝llen ihn voll aus. Aber die meiste Zeit passiert das eben nicht. Da sitzen wir am Sonntagabend auf dem Sofa und sind mit dem Kopf schon im B├╝ro am Montagmorgen. W├Ąhrend unser_e Partner_in neben uns sitzt und die Kinder auf dem Boden spielen. Wir sind also umgeben von den wahrscheinlich wichtigsten Menschen die es in unserem Leben gibt, aber wir sind nicht bei ihnen. Denn sie finden im Jetzt statt und wir sind schon in der Zukunft…

Die Angst

Also anstatt den Moment zu genie├čen, haben wir Angst. Nein? Findet ihr „Angst“ zu hart? Ihr habt schlie├člich nicht st├Ąndig Angst? Wir w├Ąrs mit: Die meiste Zeit machen wir uns Sorgen. Auch nicht? Ihr seid doch keine grauverhangenen Griesgr├Ąme, die sich ├╝ber alles und jeden Sorgen machen? O.k. Ersetzen wir es durch: Die meiste Zeit organisieren und planen wir. Stimmt? Aber was hat das mit Angst oder Sorgen zu Tun? Planen ist der Versuch, das Ungewisse, die Zukunft, zu managen. In dem wir versuchen ihr eine Struktur zu geben, f├╝hlen wir uns besser. Wir f├╝hlen uns mehr in Kontrolle. Und versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dagegen zu planen. Ich plane selbst. Aber oft planen wir so viel, das wir mit unserem Kopf wiederum mehr Zeit in der Zukunft verbringen als im Jetzt.

Somit ist es fair zu sagen, dass wir oft Angst vor der Zukunft haben. Angst davor, dass es uns an etwas mangelt. Dass wir unseren Job verlieren, dann die Miete nicht mehr zahlen k├Ânnen, obdachlos werden und schlie├člich nicht mehr genug zu essen haben. Und wir haben ja nicht nur Verantwortung f├╝r uns selbst, sonder da sind ja auch noch unsere Kinder. Die armen Kinder. Ich gebe zu, die beschriebene Gedankenkette ist vielleicht etwas drastisch. Aber nichts desto trotz, so oder ├Ąhnlich denken wir oft.

Das Gegenmittel

Doch wozu? Was haben wir denn davon? Vor allem dieses ziellose oder diffuse sich Sorgen, verschwendet nur Energie und vermiest uns eine der besten Zeiten die wir je hatten. Richtig: Jetzt. Diesen Moment! Ich w├╝rde gerne folgendes vorschlagen. Stell dir doch mal folgende Fragen:

  • Fehlt mir jetzt grade etwas in diesem Moment?
  • Habe ich heute schon etwas gegessen?
    • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich heute noch etwas zu essen bekomme?
  • Habe ich heute einen Platz zum schlafen?

Ihr versteht wo ich damit hin will.

Wie f├╝hlt sich das an? Diese Fragen wirst du wahrscheinlich alle positiv beantworten k├Ânnen. Hoffe ich zumindest. Aber wenn das der Fall ist und das Jetzt ist alles was z├Ąhlt, weil es das einzige ist was wir aktiv erleben, worum sorgen wir uns dann?

Der Moment ist alles was wir haben. Wir leben im Jetzt. Und egal wie gut oder schlecht irgendeine Prognose ist, wir wissen nicht wie die Zukunft aussieht. Keiner von uns. Wir haben also die M├Âglichkeit frei zu entscheiden, ob wir lieber bewusst unsere Gegenwart genie├čen wollen oder in permanenter Sorge mit dem Kopf in der Zukunft leben wollen.

Kurzer Exkurs in die Vergangenheit

Dabei habe ich von der Vergangenheit noch gar nicht gesprochen. Es gibt nat├╝rlich genauso sehr viele Menschen, die st├Ąndig in der Vergangenheit „leben“. Vergangenem nachtrauern oder die langsam verblassende Vergangenheit glorifizieren. So nach dem Motto: „Fr├╝her war eh alles besser…“ ­čś│ Ist das gleiche Prinzip, nur noch etwas trauriger. Verbraucht auch unn├╝tze Energie, denn das was war bekommen wir nicht mehr zur├╝ck. Egal was wir anstellen. Es rei├čt uns nur aus dem Moment.

Ihr Lieben, lebt mehr! Genie├čt den Moment, lebt im Jetzt und w├╝rdigt es. Das ist unsere Realit├Ąt und alles was wir haben. Und f├╝r die Kontrollfanatiker unter euch, planen ist nat├╝rlich nicht nur Zeitverschwendung. Gerade wenn wir f├╝r positive Dinge, also auf etwas hin, planen. Aber wenn ihr richtig was unter Kontrolle haben wollt, konzentriert auch auf dem Moment. Da k├Ânnt ihr richtig was bewegen ­čśë Und werde noch gl├╝cklicher dabei ­čĹŹ

Das war es schon wieder! Ich w├╝nsche Euch einen sch├Ânen Sonntag, schreibt mir, wenn ihr Lust habt und bis bald.

Lasst es Euch gut gehen,

Peace

Jago

jagomatik

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